Materialien
Auswertung der Rückmeldungen zum Sprachprogramm:
„Wir verstehen uns gut - Spielerisch Deutsch lernen“
- Praxisauswertung zur 2. Auflage (PDF-Dokument, 121 KB)
- Auswertung der Arbeitsblätter einzelner Bausteine
Stimmen aus der Praxis
Im Rahmen von Fortbildungstagen zum Sprachprogramm „Wir verstehen uns gut“ sind anhand von Arbeitsblättern und Plenumsdiskussionen viele Aussagen von ErzieherInnen und anderen PädagogInnen gesammelt worden, von denen die wichtigsten im Folgenden vorgestellt werden.
„Welche Aspekte der Sprachentwicklung bei Kindern stärken Ihrer Meinung nach die Bausteine des Sprachprogramms?“
„Die Kinder stellen eine bewusste Verbindung zwischen Bezeichnungen und Gegenständen her.“
„Es ist festzustellen, dass die soziale Toleranz der Andersartigkeit immens gestiegen ist. [...] Das Erlernen von Wörtern, Wortschatzerweiterung, bewusstes Einsetzen von Grammatik und das Sprechen im ganzen Satz wird erweitert.“
„Ein besonderer Aspekt ist, dass die Kinder zu mir kommen und vermehrt selbstständig fragen, wenn sie etwas wissen wollen.“
„Alle – Kinder und ErzieherInnen – achten viel mehr auf Mimik und Gestik.“
„Die Kinder hatten das Gefühl, durch Sprechen mitgestalten zu können.“
„Die Kinder trauen sich, uns anzusprechen und im Stuhlkreis zu sprechen. Das tun jetzt auch Kinder, die sich vorher nicht getraut haben, sogar in der großen Runde.“
„Welche weiteren Aspekte der kindlichen Entwicklung werden über die sprachlichen hinaus unterstützt?“
„Durch die große Auswahl der Angebote werden alle Sinne angesprochen. Es ist ein ganzheitliches Lernen möglich.“
„Die Hilfsbereitschaft der Kinder untereinander ist größer geworden. Die Kinder lachen nicht mehr, wenn ein Kind etwas nicht weiß, sondern unterstützen das Kind. Dadurch, dass die Kinder sich besser ausdrücken können, schlagen sie andere weniger und sprechen mehr miteinander.“
„Das Selbstbewusstsein der Kinder steigt spürbar. Sie verlieren die Hemmungen und trauen sich auch in anderen Bereichen, Herausforderungen – nicht nur sprachliche – anzunehmen.“
„Die Kinder zeigen gute Konzentration und erstaunliche Ausdauer. Auch die Merkfähigkeit scheint durch das regelmäßige Angebot zu steigen.“
„Durch Bewegungsspiele und Sinnesspiele in Verbindung mit Sprachförderung ist die kindliche Entwicklung gut zu unterstützen.“
„Bitte schildern Sie Ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der Bausteine in Ihrer Sprachfördergruppe! Was war schwierig? Was gelang gut?“
„Ich hatte zunächst Angst davor, dass das Programm für die Kinder zu steif und zu strukturiert sein könnte. Ich fragte mich, ob es eher schulorientiert ist. Nach den ersten Durchführungen merkte ich jedoch schnell, dass die Kinder völlig anders auf das Sprachprogramm reagieren, als ich mit meinen Befürchtungen annahm.
Sie zeigen große Spielfreude bei allen angebotenen Bausteinen. [...] Auffallend ist außerdem, dass die Kinder sich sehr schnell gegenseitig an sprachliche Regeln erinnern. Sie motivieren sich gegenseitig, in ganzen Sätzen zu fragen und zu antworten, und dies in einer natürlichen Art und Weise. Ältere Kinder agieren wie Mentoren für jüngere Kinder.“
„Schwierig ist in meiner Gruppe oft, die Aufmerksamkeit und Konzentration der Kinder zu wecken. Die Kinder lieben die Handpuppe und sie erleichtert vieles.“
„Sehr gut war der Baustein 1.1 ‚Mein Name’. Die Obstsorten wurden gut gelernt, weil die Übung sehr praktisch war; so auch das Koffer packen. ‚Wo komme ich her?’ war für unsere Kinder selbst zu abstrakt. Besser gelang es, wenn die Frage auf Eltern, Großeltern oder Verwandte bezogen wurde. Mit dieser leichten Veränderung gelang die Übung in meiner Gruppe gut.“
„Die Mappe ist toll gegliedert und vereinfacht uns sehr die Arbeit.“
„Da die Kinder sehr unterschiedlich sind in Entwicklung, Kultur, Konzentrationsfähigkeit, Alter war es manchmal schwierig, alle gleichmäßig zu fördern. Eine gute Gruppeneinteilung ist sehr wichtig.“
„Mir persönlich gefällt es gut, dass es immer verschiedene Varianten zum Ausprobieren gibt.“
Wir danken allen TeilnehmerInnen der Fortbildungen für ihre engagierten Rückmeldungen!


