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Zusammenarbeit mit Eltern – interkulturell

Inhalt: Nachdem die Autorin eine Positionsbestimmung vornimmt, ihre Motivation zum Schreiben dieses Buches nennt und Inhalte sowie die Zielrichtungen vorstellt, wendet sie sich den Grundlagenaspekten einer interkulturellen Zusammenarbeit mit Eltern zu (Interkulturelle Pädagogik – Erziehung im Zeichen der Zeit; Rollenverständnis der pädagogischen Fachkräfte und interkulturelle Wirksamkeit; Die Institution als Raum für interkulturelle Elternarbeit; Bedürfnisse, Hoffnungen und (Bildungs-)Erwartungen der Eltern; Das Kind als Bindeglied zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften).
Im zweiten, umfangreichsten Teil geht es um die Praxis – um konkrete und kreative Elternkontakte. Dieser Bereich ist in fünf Schwerpunkte aufgeteilt. Zunächst beleuchtet die Autorin die Elternarbeit in Einzelkontakten (Beispiele: Anmeldesituation; Aufnahmegespräch; schriftliche Informationen und Mitteilungen; Tür- und Angel-Gespräch; Beratungsgespräch; Hausbesuch). Als Nächstes kommt sie auf die Zusammenarbeit mit Eltern in Gruppen zu sprechen und erörtert an dieser Stelle praktische Rahmenbedingungen, Arbeitsformen und Themenwahl, ReferentInnen oder Stammpersonal, Gruppenarbeit und Mehrsprachigkeit sowie Planungsschritte und Durchführungshinweise. Der dritte Teil handelt von einführenden Elternabenden für Eltern von Kindergartenneulingen. Hier werden drei Elternabende vor¬gestellt: »Der Start in die Kindergartenzeit«, »Unser Kindergarten – Ort des Lebens, des Lernens und der Begegnung« sowie »Interkulturelle Pädagogik – eine Chance für mein Kind«. Jeder Elternabend ist dabei nach einem bestimmten Muster strukturiert: Nennung der Inhalte und Ziele, Material, Vorbereitung in aufbauenden Schritten, Zeitstruktur, Einleitung, Arbeitsanleitungen und Auswertung, Schlussphase sowie erweiternde Anregungen zum Thema und Erfahrungen mit der Durchführung. Es folgen unter der Überschrift »Thematische Elternabende« sieben Vorschläge: »Spiele und Lieder meiner Kindheit« (1), »Förderung der Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache (2), »Prägende Beziehungen – mein persönlicher Beziehungs-Stammbaum (3), »Sag' mir deinen Namen! Persönliche und sprachliche Identität« (4), »Integration leben – Erfahrungen, Vorstellungen, Wünsche« (5), »Eine gute Mutter, ein guter Vater sein ... was ist das?« (6) und »Aller Anfang ist ... neu! Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule« (7). Schließlich folgen drei gemeinsame Projekte (zweisprachige Erzählprojekte; Elternaktion »Sprachecke« und Kulturprojekt »Literatur der Heimatländer« und Perspektiven interkultureller Praxis). Im Anhang finden sich verwendete und weiterführende Literatur, eine Danksagung der Autorin und Angaben über die Autorin selbst, die seit 1996 bei der RAA Kreis Düren tätig ist. Dort berät sie im Rahmen ihres Fachschwerpunktes »Interkulturelle Pädagogik im Elementarbereich und Übergang zur Primarstufe« Familien, Erzieher/-innen und Kindergartenteams, leitet Fortbildungen und verschiedene interkulturelle Projekte.

Beurteilung: Hier zeigt die Autorin auf lebendige, professionelle und wertschätzende Weise viele praktische Wege auf, die Zusammenarbeit mit allen (!) Eltern zu suchen und fruchtbar werden zu lassen. Zuwandererfamilien werden hier als Menschen mit besonderen Er¬fahrungen und kulturellem »Know-how« gesehen, das gesehen und aufgegriffen werden muss. Das Buch ist praktisch konzipiert, voller Ideen und Anregungen und kann als rundherum empfehlenswert bezeichnet werden.

Dr. Armin Krenz
Handbuch für ErzieherInnen
06/2005

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